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Bild vom letzten Winter 2004

Initiative zum SKILIFT gescheitert

Die neue Initiative zur Privatisierung des Skiliftes im Mortelgrund ist gescheitert, bevor sie richtig begonnen hat. Der Saydaer Stadtrat hat am Mittwochabend offensichtlich voreilig entschieden, den Lift dem sächsischen Jugendherbergswerk (JHB) und damit der Jugendherberge im Mortelgrund zu übertragen.
JHB-Geschäftsführer Thomas Müller wies gestern auf Anfrage jedoch ein entsprechendes Ansinnen entschieden zurück.
"Laut Satzung ist das Jugendherbergswerk gemeinnützig. Der Betrieb eines Skiliftes ist aber einen wirtschaftliche Betätigung, bei der zum Beispiel Einnahmen durch den Ticketverkauf entstehen. Dann bekämen wir Probleme mit dem Finanzamt",
so Müller. Er bedauert zugleich, dass dem Stadtrat am Mittwoch eine entsprechende Erklärung des Herbergswerkes nicht vorlag. So schnell sei das nicht zu schaffen gewesen.
Die Fraktionen Wählervereinigungen, CDU und Kreisbauernverband hatten im November den Antrag gestellt, den Lift zu übertragen. Immerhin sei das JHB einst Eigentümer gewesen. Also sollte jetzt der Lift auch wieder an die Jugendherberge rückübertragen werden, begründete die Fraktion am Mittwoch nochmals ihre Beschlussvorlage. CDU-Fraktionschef Klaus Moisel gab sich während der Sitzung noch optimistisch. "Der Lift könnte sich gut für die Jugendherberge eignen und das Herbergswerk Fördermittel beantragen", sagte er. Außerdem passe ein Skilift auch gut zu Sayda. "Wenn wir von unserem Gästen Kurtaxe einnehmen, müssen wir ihnen auch etwas bieten", sagte Moisel. Auch Jürgen Stark (Bauernverband) unterstütze den Vorschlag der Rückübertragung. " Ich lege Wert darauf, das der Sport in die Verhandlung mit einbezogen wird."
Stadtrat Matthias Neubert, zugleich im SSV 1863 Sayda aktiv, bedauerte: "Es liegt Schnee, aber der Lift läuft nicht." Eine Entscheidung sei schnell zu finden.
Nun bemüht sich Sayda seit einem Jahr erfolglos, den Lift zu privatisieren. Zwei Interessenten waren vor mehreren Monaten abgesprungen. Die Übertragung an die sich im Gründung befindende Tourismus GmbH war im Vormonat gescheitet, unter anderem, weil Bürgermeister Hartmut Wagner (parteilos) Anteile an der GmbH hält. Dass der Lift sich wieder drehen muss, darin sind sich alle, auch Thomas Müller vom Jugendherbergswerk, einig. "Viele Gäste der Herberge Mortelgrund nutzten die Einrichtung. Wir brauchen den Lift dringend."
Das JHB sei zudem bereit, über die Grundstücksangelegenheiten zu reden. "Wir könnten uns vorstellen, die Fläche zu tauschen oder auch abzugeben, wenn uns keine Kosten entstehen", so Müller gestern. Im Januar wollen sich die drei Grundstückseigentümer treffen. Neben dem JHB gehörten der Forst und Toralf Richter von der Mortelmühle dazu.

[Bericht aus der Freien Presse vom 16.12.2005]


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