SSV Sayda | Abteilung Ski
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Chronik


Sportverein Sayda - BSG „Einheit“ Sayda
SSV 1863 Sayda e.V.

 
  • 1863 Gründung des Sportvereines, angeregt durch das 1. Deutsche Turnfest 1860 in Coburg

  • 20. April 1863 Gründungsversammlung im Garten der Gaststätte „Schwarzes Roß“; 14 Gründungsmitglieder und 13 nicht stimmberechtigte Turner; 1. Vorsitzender: Bürgermeister Wehner

  • Auszug aus dem Grundgesetz des Sportvereins vom 7. November 1865:
    „A. Allgemeine Bestimmungen:
    1.Der am 20. April 1863 gegründete Turnverein zu Sayda besteht aus freiwillig zusammengetretenen Personen männlichen Geschlechts, hat seinen Sitz in Sayda und nennt sich Turnverein zu Sayda.
    2.Der Zweck desselben ist Ausbildung und Abhärtung des Körpers.“


  • 1865 Anschaffung der ersten Vereinsfahne, größtenteils von den Frauen der Vereinsmitglieder angefertigt

  • Der Garten dieser Gaststätte dient anfänglich als Turnplatz.

  • 1873 Turnplatzweihe am „Hotel zum Bad“; Nutzung des Hotelsaales in der kalten Jahreszeit für Turnstunden
    Anschaffung erster Turngeräte, wie ein einfaches Klettergerüst mit Kletterstangen, zwei Recks und zwei Barren

  • 1887 erfolgt der Umbau des ehemaligen „Seidelhauses“ zur Turnhalle.
    Endlich besitzt der Turnverein eine eigene Lokalität.

  • 1906 – 1913 Pfarrer Franz Leopoldt Köhler aus Cämmerswalde - erster Übungsleiter der Schneelaufabteilung

  • 1909 Gründung des Radfahrervereins „Saxonia“

  • 1911 Zur Einweihung eines neuen Sportplatzes an der alten Turnhalle findet ein Wettkampf mit ca. 600 Teilnehmern statt.
    Gründung der Sektion Fußball

  • 1912 Errichtung einer Rodelbahn am Ullersberg

  • Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Wintersports in Sayda spielt die ahrzeug- und Sportgerätefabrik Müller. 1893 kamen norwegische Studenten mit zerbrochenen Skiern in Arthur Müllers Werkstatt. Er reparierte diese und stellte bereits 1894 das erste Paar Ski her.

  • 1913 50-jähriges Vereinsjubiläum mit großem Festumzug und Weihe einer neuen Fahne;
    Bildung der ersten Damenriege

  • Nach dem 1. Weltkrieg, als das Vereinsleben stark eingeschränkt war, hat der Verein mit großen finanziellen Schwierigkeiten, bedingt durch die Inflation, zu kämpfen.

  • Ziel und Start an der Kofferfabrik Matthes

  • 1922 bildet sich aus der Schneelaufabteilung die Abteilung Wintersport. Es kommt zum ersten Wintersportwettkampf in Sayda. Start und Ziel sind an der Kofferfabrik Matthes.

  • Folgende Episode zeigt die damalige geringe Erfahrung: Albert Dietel startete nach Paul Flemming und hatte ihn am Schwimmbad eingeholt, Paul Flemming brummte missmutig hinterher: „Wenn du rennst, ist es keine Kunst.“

  • 1923 nehmen Albert Dietel und Ernst Lischke in Geising am ersten auswärtigen Wettkampf teil. Dazu fuhren sie erst mit dem Zug nach Hermsdorf, übernachteten dort und fuhren früh mit den Skiern nach Geising.

  • 1923 nehmen 20 Turnfreunde am 13. Deutschen Turnfest in München teil (die Erinnerungsschleife existiert heute noch). Albert Dietel wird Turnwart.

  • 1924 Gründung der Kinderabteilung für Kinder ab der 5. Klasse unter Leitung von Fritz Lorenz und Gründung der Turnerinnenabteilung unter Leitung von Paul Flemming, später Albert Dietel; Frauen sind erfolgreich im Turnen und in der Leichtathletik.

  • 1925 Beginn mit dem Bau der Sprungschanze am Dämmrichbusch, später Jahnschanze

  • 1928 Die ehemaligen Brauerteiche werden zu einem Badeteich (heutiges Schwimmbad) umgebaut.
    Oberlehrer Scholze bringt dort vielen Schülern das Schwimmen bei.

  • Ein geregelter Badebetrieb setzt ein. Von 14.00 bis 17.00 Uhr ist das Baden für die Jungen verboten, da in
    dieser Zeit die Mädchen das Bad nutzen dürfen.

  • 1928 erfolgt die Einweihung der „Jahnschanze“ am Dämmrichbusch. Der erste Sprunglauf findet am 22.Januar statt. 50 Starter nehmen an dem Wettkampf, der aus Springen und Langlauf besteht, teil.

  • In Sayda gibt es auch eine Skispringerin, die in der Männerkonkurrenz mitspringt, Rosel Dietel.

  • Sprungabteilung Winter 1948/49
    von links: Hansi Löwe, Ehrenfried Dietel, Peter Barthel, hinten Erich Hänig, Reiner Dietel, Gunter Dietel, Werner Rothe Jahnschanze

  • 1930 Umbau der Turnhalle (Parkett, Beleuchtung, hygienische Bedingungen)

  • 1934 Der Sportverein in Sayda schließt sich dem Turnverein an.

  • 1945 Nach Ende des 2. Weltkrieges muss der Sportverein wieder aufgebaut werden.

  • Die Fußballer beginnen als erste unter großen Schwierigkeiten. Der Sportplatz ist mit Splittergräben durchzogen, viele Stunden freiwilliger Arbeit werden geleistet.
 
  • 1946 beginnt man mit ersten Tischtennisstunden im Vereinszimmer des „Ratskellers“. In der Mannschaft 1949 sind Gunter Dietel, Karl-Heinz Probst, Gottfried Meyer, Günter Traxler, Siegfried Liebscher, Manfred Brückels
    und Siegfried Lorenz.

  • 1948 Gründung der Sektion Tischtennis, besteht bis 1984, Übernahme des Sportvereins von der FDJ

  • 1949 zählt die Sportgemeinschaft Sayda 97 Mitglieder.

  • Die Turnhalle kann erst nach langer Verhandlung mit dem Rat der Stadt wieder genutzt werden, da in ihr Getreide gelagert wird. Der Sportbetrieb findet bis dahin im Schützenhaus statt.

  • 1949/50 entsteht in Mortelgrund eine 40 m Schanze in NAW-Arbeit (Nationales Aufbauwerk).

  • 1950 erfolgt die Einweihung der „Schanze der Freundschaft“. Vor ca. 1000 Zuschauern macht Reiner Dietel den ersten Sprung auf dieser Schanze.

  • 1953 Gründung der Sektion Kegeln mit dem ersten Sektionsleiter Armin Augustin

  • Anfang der 50er Jahre entstehen in der DDR die Betriebssportgemeinschaften. In Sayda findet 1954 die Gründungsversammlung der BSG „Einheit“ Brand - Sayda statt.

  • Durch finanzielle Zuschüsse bekommt die BSG „Einheit“ neuen Auftrieb, vor allem die Sektionen Fußball und Wintersport.

  • 1955 nehmen zwei Mannschaften im Fußball den Punktspielwettbewerb in der Kreisklasse auf. Schanze der Freundschaft in Mortelgrund

  • 1956 finden die Kreismeisterschaften im Wintersport in Sayda statt. Gründung einer Gruppe im Wintermehrkampf/Biathlon unter Leitung von Gotthard Vogel und Johannes Braun.

  • Außer Fußball und Wintersport gibt es die Sektionen Kegeln, Schach (1952 – 1985), Tischtennis (1948 – 1984), Turnen, Leichtathletik, Saalradsport, Faustball (ab 1963 Volleyball).

  • 1957 Gründung der BSG Einheit Sayda, Wahl einer eigenen Leitung, Vorsitzender Albert Dietel, Mitgliederzahl 183
    Die Sektion Tischtennis belegt den 3. Platz in der Kreisklasse, Gottfried Meyer wird Bronzemedaillengewinner im Einzel. Bei den Schülern erkämpft Sayda sämtliche Kreismeisterschaftstitel.

  • Am 9.3.1958 findet in Sayda der 1. Peter-Barthel-Lauf statt, nachdem 1957 zwischen der Hochschulsportgemeinschaft Wissenschaft der TH Dresden und der BSG Sayda festgelegt wurde, den Peter-Barthel-Lauf, der bis dahin in Altenberg stattfand, in die Geburtsstadt von Peter Barthel zu verlegen. Peter Barthel war Student an der TH Dresden und ein ausgezeichneter Wintersportler, der beim Bergsteigen tödlich verunglückte.

  • 1958 Wiederbelebung der Frauenriege der Sektion Turnen, unter Leitung von Lisbeth Wange.

  • 1959 Saydas Fußballmannschaft wird erstmalig Kreismeister.

  • 1959 – 1964 Umbau der Turnhalle, Verbesserung der sanitären Bedingungen

  • 1960 startet der Saydaer Reiner Dietel bei Olympischen Spielen in Squaw Valley in der Nordischen Kombination und belegt den 17. Platz.

  • 1961/62 erfolgt die Reparatur der Jahnschanze.
    Die Schanze im Mortelgrund wird wegen fehlender materieller Kapazitäten und daraus folgender schlechter Wartung abgerissen.

  • 1962 Durchführung des Saydaer Höhenstaffellaufs nach längerer Unterbrechung, Teilnahme von 38 Staffeln

  • 1962/63 Die Sportler leisten 4800 NAW-Stunden zur Befestigung des Schwimmbades.

  • 1963 Das 100-jährige Bestehen des Sportvereines feiert man mit einer Festsitzung im „Erzgebirgischen Hof“ und begeht die „Woche der Jugend und Sportler“.

 


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last updated 2008-02-21